Irgendwann Ende 2007 flatterte ein Castingaufruf in mein Postfach. Betreff: Hauptrollenbesetzung für die neue deutsche TV-Serie „Lovers Lane“. Die Chancen, ohne eine Schauspielausbildung bei so einem Casting erfolgreich zu sein, sind natürlich schwindend gering, aber ich fuhr trotzdem hin und wollte mein Glück versuchen.
Ich schaffte es durch das erste Casting und auch beim Folgecasting konnte ich überzeugen. Zum Jahreswechsel hielt ich dann schlussendlich den Vertrag für die Besetzung einer der Hauptrollen in meinen Händen. Im April 2008 ging es zum Auftaktdreh nach Goa in Indien. Zum jetzigen Zeitpunkt stecken wir mitten in der Produktion für die ersten 6 Folgen.
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21.05.2008 - "Lovers Lane" Dreharbeiten in Hamburg
Herzlich willkommen und auf ein Neues bei „Hinter den Kulissen (denn über alles andere darf ich nicht reden) von "Lovers Lane“.
Vorab sei nur gesagt, dass wir weitere Szenen für die erste Folge gedreht haben und auch das Musikvideo zur Serie.

Ich habe während dieser Drehtage wieder erfrischende Weisheiten erfahren, die ich euch natürlich nicht vorenthalten werde und kann, da ich nicht wüsste worüber ich sonst noch schreiben dürfte…

Also fangen wir an:
Als aller Erstes: Es gibt tatsächlich einen Unterschied zwischen Bassisten und Gitarristen. Dieser Unterschied fällt nicht sofort ins Auge, aber man sollte ihn kennen. Musiker sind in dieser Hinsicht äußerst sensibel.

Des Weiteren habe ich erkannt, dass ich Agressiv-Szenen liebe! Besonders wenn man durch die immer und immer wieder gedrehten Schreisequenzen im Hausflur eines Mehrfamilienhauses mehr als nur einen Nachbarn bis zur Vergasung nerven kann. Allerdings sollte man den Requisitenwein nicht trinken, wenn man es sich nicht mit der Requisite verscherzen will und man keinen Wein verträgt. Das mit dem Kaffee lassen wir wohl besser auch …

Mit Yoga kann ich immer noch nicht viel anfangen, man sollte mir das also mal vormachen, sonst sieht das nachher total verrenkt aus. Schlechtes Wetter am Aussenset ist auch unvorteilhaft. Besonders, wenn man selber nicht viel an und nichts Warmes mit hat. Das freut allerdings die Herren der Schöpfung, weil Männer interessanterweise immer extrem viel Hitze ausstrahlen. Kunstblut ist toll! Mehr davon!

Zum Schluss noch das wohl Wichtigste: Auf Navigationsgeräte kann man sich innerhalb der Hamburger City nicht verlassen. Kostet nur unnötig Nerven (die des Regisseurs), Zeit (irgendwie fuhren wir immer im Kreis) und Geld (weil man im Endeffekt doch ein Taxi nimmt).

Viel Spaß mit der Interpretation dieser Informationsbruchstücke.



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